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Montag, 12. März 2012 09:13 Alter: 67 Tage

Bewerbungstipps vom Experten

Rubrik: Karriere Design Liste


Mario Angerer, Geschäftsfüherer von conSALT, gibt wertvolle Tipps für eine gelungene Bewerbung.


Mario Angerer. Quelle: conSALT

Die meisten Arbeitgeber möchten heutzutage eine Bewerbung per E-Mail. Welche Dinge müssen dabei beachtet werden?

ANGERER MARIO: Grundsätzlich sollte eine Bewerbung per E-Mail genau so gestaltet sein, als wollte man sie ausdrucken und per Post verschicken. Als Datei-Format sollte ein „PDF“ verwendet werden. Dieses Datei-Format zeigt die Unterlagen auf dem Bildschirm des Empfängers genau so, wie sie im Original aussehen. Auch die eingescannten Unterlagen (Zeugnisse etc.), sollten in diesem Format verschickt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Dateigröße (Auflösung) nicht zu groß ist. Manche E-Mail-Systeme lassen nämlich nur Nachrichten bis zu einer bestimmten Größe (MB) durch. Weiters ist zu beachten, dass der Empfänger nicht mit einer Vielzahl einzelner Dateien überlastet wird, die nur sehr aufwendig nacheinander zu öffnen sind. Gute und vollständige Bewerbungsunterlagen sollten aus übersichtlichen, zusammenhängenden Dateien bestehen. Auch Massenbewerbungen, in denen man sich nicht direkt mit der ausgeschriebenen Stelle oder Firma auseinandersetzt sind zu vermeiden. Wichtig ist den Personalisten nämlich gerade die Bezugnahme auf die gewünschte Position und die Tatsache, dass man sich im Vorhinein damit auseinandergesetzt hat.


Ist eine Bewerbung per Post heute überhaupt noch zeitgemäß?

ANGERER MARIO: Der Großteil der Bewerbungen kommen per Email. Bei uns über 95%. Es gibt jedoch auch Unternehmen die gerne Bewerbungen per Post haben möchten. Wenn das im Inserat gewünscht ist, sollten man sich auch daran halten, da es dafür bestimmte Gründe geben wird.


Was sind Ihrer Erfahrung nach die häufigsten Fehler, die Bewerber in Bezug auf ihre Bewerbung machen?

ANGERER MARIO: Häufig bemerkte ich, dass Bewerbungen typische Floskeln enthalten, die typisch für „Massenbewerbung“ sind und natürlich weniger gut ankommen, als wenn man selber kreativ wird. Es fehlt auch immer wieder die „Werbung“ für sich selbst, das Motiv der Bewerbung, dass man genau für dieses Unternehmen arbeiten möchte. Zu berücksichtigen ist auch, dass ein unvollständiger Lebenslauf tabu ist. Auch beim Foto gibt es leider immer wieder Überraschungen, wenn das Foto zu klein, zu groß, zu unscharf oder das Bild offenbar im Urlaub gemacht wurde.


In den USA ist es üblich, die Bewerbung ohne Foto zu versenden. Wie wichtig ist das Bewerbungsfoto hierzulande?

ANGERER MARIO: Bei uns ist es durchaus üblich und gewünscht ein Foto mitzuschicken, diesem Wunsch sollte man auch nachkommen. Wichtig ist, dass man sich ein aktuelles und möglichst professionelles Bewerbungsfoto zulegt.


Wie kann man sich von den vielen anderen Bewerbern, die dieselbe Stelle ergattern möchten, positiv absetzen?

ANGERER MARIO: In dem man sich mit der ausgeschriebenen Stelle auseinandersetzt, und seine Motivation für diese Position klar zum Ausdruckt bringt – sowohl im Motivationsschreiben als auch teilweise im Lebenslauf. Wenn die Musskriterien der ausgeschriebenen Stelle für den Personalisten klar erfüllt sind und die oben besprochenen Punkte berücksichtigt werden, dann kommt man mit ziemlicher Sicherheit in die engere Auswahl. D.h. kreatives und individuelles Anschreiben, vollständige Bewerbungsunterlagen, ein lückenloser Lebenslauf und ein ordentliches Foto. Zu beachten gilt es auch, dass man im E-Mail, mit dem man seine Dokumente versendet, keine zu lockeren Floskeln verwendet, sondern sich auch hier an die geschäftlichen Gepflogenheiten hält. 


Es scheint in den USA einen Trend in Richtung Bewerbungen per Video zu geben. Sehen Sie das als Zukunft der Bewerbung?

ANGERER MARIO: Dieser Trend ist bei uns noch nicht spürbar, wir bekommen noch keine Bewerbungen per Video. Ob sich dieser Trend bei uns fortsetzt, kommt sicher auch auf die Unternehmen an und darauf, ob sie die Möglichkeiten und Plattformen schaffen, solche Videobewerbungen in Anspruch zu nehmen. Wobei es die Daten in schriflticher Form sicher nicht ersetzen kann, da diese weiterhin benötigt werden, um sie beurteilen und weiterverarbeiten zu können. 


Viele haben sie bereits: Profile in sozialen Netzwerken. Werden Auftritte auf Facebook, Xing oder LinkedIn vom zukünftigen Arbeitgeber gecheckt?

ANGERER MARIO: Das ist ein großes Thema, denn sie werden gecheckt. Es gibt Zahlen, dass weit über 50% der Personalisten die Kandidaten googeln bzw. deren Profile anschauen. Daher gilt es, eine gewisse Sensibilität dafür zu entwickeln, was man von sich ins Internet stellt, da das Gedächtnis des Internet ein sehr langes ist und viele Personalisten versuchen, Informationen über soziale Netzwerke heraus zu bekommen.


Auf der Career & Competence bietet die Firma conSALT den Besuchern die Möglichkeit, ihren Lebenslauf und ihre Bewerbung einer professionellen Überprüfung zu unterziehen. Wer darf sich von diesem Angebot angesprochen fühlen?

ANGERER MARIO: Das Angebot steht allen Besuchern der Career & Competence offen. Ich bin der Meinung, dass es nicht nur denjenigen nützt, die derzeit auf der Suche nach einem konkreten Job sind, sonder auch jenen, die in Zukunft auf die eigene Bewerbung vorbereitet sein möchten. Vorab erhalten die Top Performer die Möglichkeit, sich bei uns anzumelden, um Termine festzulegen und Wartezeiten zu vermeiden. An Unterlagen sollten auf jeden Fall ein Lebenslauf mitgebracht werden, außerdem kann ein fiktives Anschreiben mitgenommen werden, um Tipps und Input zu geben, wie so etwas aussehen sollte. 

 


Hofer KG
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